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MARKENANMELDUNG FÜR GRÜNDER_INNEN

Wie kann ich eine Marke anmelden und sowohl national als auch international schützen? Wir zeigen alle Details zur Markenanmeldung für Gründer_innen auf.

Inhalte

Was ist überhaupt eine Marke?

Auch wenn die Markenbildung eine Wissenschaft für sich ist, stellt das deutsche Markengesetz fest: Eine Marke ist ein geeignetes Zeichen, „Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden.“ Marken dienen dazu, sich von anderen Marken zu unterscheiden und wieder erkannt zu werden.

Zu den Marken zählen Wortmarken, Bildmarken, Wort- und Bildmarken, dreidimensionale Marken, Hörmarken oder auch Kennfadenmarken.

  • Wortmarke: hierzu zählen Wörter, Buchstaben, Zahlen und sonstige Schriftzeichen
  • Bildmarke: hierzu zählen Bilder, Bildelemente und Abbildungen
  • Wort- und Bildmarke: hier ist die Kombination aus Wort- und Bildmarke gemeint.
  • Dreidimensionale Marke: hierzu zählen Verpackungen, also Marken, die auf einer dreidimensionalen Gestaltung beruhen
  • Hörmarke: hierzu zählen Töne, Tonfolgen, Melodien bzw. Klänge und Geräusche an.
  • Kennfadenmarke: hierzu zählen farbige Streifen oder Fäden, die auf Produkten genutzt werden.

Warum sollte ich eine Marke anmelden und schützen?

Ob Kunden oder Geschäftspartner: Deine Marke wird wiedererkannt. Daher gilt es diese zu schützen, damit andere Unternehmen diese nicht für sich beanspruchen können. Wir empfehlen die Eintragung beim Deutschen Patent und Markenamt (DPMA), um Deine Marke anzumelden und zu schützen. Die Anmeldung nimmst Du am besten mit einem Anwalt vor, da Dir dieser eine genaue Einschätzung geben kann, ob Deine Marke schützenswert ist oder nicht. Denn: um einen Markenschutz zu erhalten, ist ein gewisser Bekanntheitsgrad der Marke notwendig. Die Gebühr zur Anmeldung beträgt mindestens 300 Euro; der Markenschutz besteht für zehn Jahre, kann aber verlängert werden.

Was passiert, wenn der Markenschutz verletzt wird?

Wird der Markenschutz gewährt, hast Du mit Deinem Unternehmen das ausschließliche Recht, Deine Marke zu nutzen. Wird dieser Markenschutz verletzt, kannst Du beispielsweise eine Unterlassung fordern oder Schadenersatzansprüche geltend machen. Auch dieses Vorgehen solltest Du am besten mit einem Anwalt besprechen.

Wie schütze ich meine Marke europäisch und international?

Wenn Du deine Marke beim DPMA eingetragen hast, gilt der Markenschutz nur in Deutschland. Für den Schutz in den EU-Mitgliedsstaaten ist die Eintragung als Gemeinschaftsmarke notwendig. Die Eintragung als Gemeinschaftsmarke ist allerdings herausfordernder, da alleine ein Eintragungshindernis in einem der EU-Staaten dafür sorgen kann, dass der Markenschutz nicht gewährt werden kann. Kann also bedeuten, dass es in einem europäischen Staat schon eine ähnliche oder gleiche Marke gibt. Besprich dieses Vorgehen auch mit einem Anwalt und überlege, ob ein Markenschutz in der EU für Dein Unternehmen sinnvoll erscheint.

Wenn Deine Marke bereits in Deutschland geschützt ist, kannst Du über das DPMA auch den internationalen Markenschutz beantragen. Die Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO) prüft dann den internationalen Markenschutz in den von Dir ausgewählten Ländern.

Markenanmeldung für Gründer_innen: das Fazit

Eine Markenanmeldung für Gründer kann sehr sinnvoll sein, wenn Du eine bekannte Marke aufbauen möchtest und diese schützen möchtest. Du solltest Dir unbedingt einen Anwalt nehmen, um Dich bestmöglich auf die Eintragung und Anmeldung vorzubereiten.

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