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AGB, IMPRESSUM UND DATENSCHUTZ FÜR GRÜNDER_INNEN

Sind die allgemeinen Geschäftsbedingungen (kurz AGB), das Impressum und die Datenschutzerklärung für Gründer_innen Pflicht? Welche Anforderungen Du erfüllen musst, zeigen wir Dir im Folgenden auf.

 

Grundsätzlich gelten diese Hinweise, wenn Du als Gründer_in eine Onlinepräsenz hast.

Inhalte

AGB für Gründer_innen: Worauf muss ich achten?

Die allgemeinen Geschäftsbedingungen (kurz AGB) sind vorformulierte Vertragsinhalte, die für alle Geschäfte mit Deinem Startup gelten. Es ist keine Pflicht, eigene AGB für Dein Startup zu erstellen. Denn wenn Du keine hast, gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

Es ist aber sinnvoll, allgemeine Geschäftsbedingungen zu formulieren. Besonders wenn Du einen Online-Shop hast, unterliegst Du umfangreichen Informationspflichten – gerade in Hinblick auf die Widerrufsbelehrung. Die AGB hilft Dir dabei, diese Informationspflichten zu erfüllen. Im B2C-Bereich gelten zudem höhere Anforderungen an eine AGB als für den B2B-Bereich, weil Privatkunden schützenswerter sind und Du Deinen Privatkunden vor Vertragsabschluss auf die AGB aufmerksam machen musst. Eine AGB für Privatkunden ist entsprechend umfangreicher.

Bietest Du Produkte sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden an, bietet es sich an, zwei separate AGB zu erstellen. Was Du hier beachten musst, zeigen Dir Muster-AGB.

 

Wichtig ist, dass die AGB auf Deiner Onlinepräsenz gut zugänglich und von jeder Unterseite aus erreichbar sind. Es muss damit unmöglich sein, die AGB zu übersehen. Außerdem müssen diese in den Endkundenvertrag mit eingebaut werden.

Impressum für Gründer_innen: Worauf sollte ich achten?

Wenn Du als Gründer_in eine Webseite anlegst, benötigst Du ein Impressum. Denn die Impressumspflicht oder auch Anbieter-Kennzeichnungspflicht gilt für alle Selbstständigen, Freiberufler und Unternehmen. Das bedeutet, dass jeder, der auf Deine Webseite kommt, wissen soll, wer der Anbieter Deiner Webseite ist.

Das Telemediengesetz (TMG) regelt, welche Angaben Dein Impressum enthalten muss. Dazu gehören:

  • Betreiber der Webseite: Name Deines Unternehmens. Wenn Du als natürliche Person agierst, dann Dein Vor- und Nachname.
  • Adresse: Name und Anschrift des Unternehmens. Postfächer sind nicht ausreichend.
  • Vertretung des Unternehmens: Name des Gesellschafters bei einer GbR, OHG oder bei einem Einzelunternehmen; Name des Geschäftsführers bei einer GmbH, Name der Vorstände bei einer AG.
  • Angaben zum Kapital: Angaben über das Stamm- oder Grundkapital sowie der Gesamtbetrag der ausstehenden Einlage sofern Angaben über das Kapital der Gesellschaft gemacht werden.
  • Kontakt: Telefonnummer, Fax sowie E-Mail-Adresse sind Pflichtangaben.
  • Aufsichtsbehörde: Wenn du Dienste erbringst, die zugelassen werden müssen, musst Du die zuständige Zulassungsbehörde angeben.
  • Registereintrag: Ist Dein Unternehmen eingetragen, ist die Angabe z. B. des Handelsregisters mit der entsprechenden Registernummer notwendig.
  • Standeskammer: Du musst die Standeskammer angeben, die gesetzliche Berufsbezeichnung sowie die berufsrechtlichen Regeln nennen.
  • Liquidation/Auflösung: Wenn Du eine AG, KGaA oder GmbH hast, musst Du den Fall der Abwicklung oder Liquidation angeben.

Um ein Impressum für Deine Webseite zu erstellen, kannst Du entweder einen kostenfreien Impressumsgenerator nutzen oder das Impressum durch einen Experten erstellen lassen. Wenn Du Dich nicht an die Impressumspflicht hältst, kannst Du abgemahnt werden. Du solltest daher unbedingt ein Impressum auf Deine Onlinepräsenz integrieren.

 

Datenschutzerklärung für Gründer_innen: Worauf sollte ich achten?

Neben einem Impressum benötigst Du eine Datenschutzerklärung für Deine Webseite. Die Datenschutzerklärung erklärt DSGVO-konform den Nutzer darüber auf, inwiefern Daten erfasst, gespeichert und verarbeitet werden. Denn Nutzer hinterlassen bei einem Besuch automatisch personenbezogene Daten auf Deiner Webseite wie zum Beispiel die IP-Adresse, Browserdaten oder die Besuchszeit. Auch kann es sein, dass Du personenbezogene Daten über ein Formular erhebst, wenn Du beispielsweise einen Newsletter versenden möchtest.

In der Datenschutzerklärung solltest Du den Nutzer darüber aufklären, welche Datenerhebungs-Technologien zum Einsatz kommen, ob Daten an Dritte weitergegeben werden oder Daten ins Ausland übermittelt werden. Auch über die Rechte der Nutzer in Bezug auf Auskunftspflicht oder Löschung der Daten musst Du in Deiner Datenschutzerklärung aufklären.

Die Datenschutzerklärung kann umfangreicher sein, wenn Du mehr Technologien auf Deiner Webseite einsetzt. Du kannst die Datenschutzerklärung entweder mit einem Datenschutzerkärungs-Generator oder durch einen Experten erstellen lassen.

Fazit: AGB, Impressum und Datenschutzerklärung für Gründer_innen

Wenn Du als Gründer_in eine Webseite hast, dann benötigst Du unbedingt ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. AGB benötigst Du, wenn Du auf Deiner Webseite Produkte verkaufst.

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